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Welche Kasko soll ich nehmen? Die richtige Kaskoversicherung!

Anders als die obligatorische Haftpflichtversicherung genießen Autofahrer bei Kaskoversicherungen die Option, Wahlfreiheit zwischen Vollkasko und den meist günstigeren Teilkasko-Tarifen zu haben – oder eben komplett auf eine Absicherung des eigenen Fahrzeugs zu verzichten. Doch wieviel Versicherung ist überhaupt sinnvoll? Die Übersicht klärt auf!

Bei den meisten Versicherungen ist im Schadensfall eine gewisse Eigenbeteiligung selbst zu entrichten. © stevepb / pixabay.com

Eine Teilkasko-Versicherung kommt für entstandene Schäden am eigenen Fahrzeug auf, sei es bei Sturm-, Brand- und Hagelschäden, Kurzschlüssen, Wildschäden oder Glasbruch. Aber auch, wenn ein Schaden durch Selbstverschulden verursacht, oder das Fahrzeug gestohlen wurde, zahlen grundsätzlich Teilkasko-Tarife.

Kaskoversicherung: Zahlen und Fakten!

Das Bedürfnis, sich zusätzlich zur verpflichtenden Haftpflicht auch vor Schäden am eigenen Fahrzeug abzusichern, liegt im Trend. So ist der Bestand an Verträgen in der Kfz-Teilkaskoversicherung in Deutschland seit 2010 jedes Jahr kontinuierlich gestiegen, von ursprünglich 17,5 auf 19,1 Millionen abgeschlossener Verträge im letzten Jahr. Der Trend lässt sich auch für die in der Regel teureren Vollkasko-Tarife bestätigen, hier ist eine Steigerungsrate von 25,8 auf 28, 2 Millionen Verträge in 2016 zu verzeichnen. Der Vollkasko-Bestand deutscher Versicherer lag demnach im letzten Jahr um rund 50 Prozent höher als der von Teilkasko-Tarifen.

Ein Grund für die Popularität von Vollkasko-Versicherungen liegt in dem erweiterten Leistungsumfang in einigen Teilbereichen gegenüber Teilkasko. So kommt zusätzlicher Schutz gerade gegen Vandalismus und mutwillige Beschädigung durch Dritte in Vollkasko-Modellen einem wachsenden Sicherheitsbedürfnis der Deutschen in den letzten Monaten und Jahren entgegen – vor dem Hintergrund steigender Kriminalität und gesellschaftlicher wie politischer Unsicherheiten. Auch häufen sich Fälle, bei denen Unfallverursacher im Schadensfall durch Privatinsolvenz nicht belangt werden können, was Teilkasko gleichermaßen nicht abdeckt.

Ein weiterer Grund mag dem Umstand geschuldet sein, dass die Zahl an Pkw-Neuzulassungen in den letzten drei Jahren bundesweit von 2,95 auf über 3,3 Millionen Fahrzeuge gestiegen ist. Denn gerade bei Neufahrzeugen lohnt sich der erweiterte Leistungsumfang und die damit verbundenen höheren Prämien einer Vollkasko-Versicherung, wäre doch der finanzielle Verlust bei Eigenverschulden, Fahrerflucht oder mutwilliger Beschädigung durch Dritte zu groß – Teilkasko kommt dafür ebenfalls nicht auf.

Vergleichen lohnt!

Und auch bei nur wenige Jahre alten Gebrauchtwagen kann der Schaden ähnlich hoch ausfallen wie bei einem Neufahrzeug. Dabei lohnt sich ein näherer Blick auf die jeweiligen Konditionen unbedingt, da die Prämien der Versicherer selbst bei gleichem Wagentyp, Alter und Schadensfreiheitsklasse nicht unerheblich voneinander abweichen können.

So kann ein lohnender Kfz-Tarif-Vergleich zu einer längeren Neuwertentschädigung bei Diebstahl oder Totalschaden führen, günstigstenfalls bis zu 24 Monaten. Sechs Monate sollten es in Basistarifen schon mindestens sein, einige Versicherer zahlen gar nur drei Monate. In einer Übersicht über beachtenswerte Details bei Versicherungsvergleichen weist etwa der Versicherer RV24 darauf hin, bei Komfort-Tarifen selbst bei Diebstahl eines fest eingebauten Navigationssystems oder Schäden durch Lawinen, Erdbeben und bei Fährüberfahrten aufzukommen.

Nicht selbstverständlich sind auch gewährte Rabatte bei

  • Einhaltung einer bestimmten jährlichen Fahrleistung
  • Garagennutzung
  • ausschließlicher Nutzung durch eine Person
  • Inanspruchnahme bestimmter, versierter Autowerkstätten im Schadensfall

In gleichem Maße trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn es um die Anerkennung der bisherigen Schadensfreiheitsklasse bei Versicherungswechsel des neuen Anbieters geht. Nicht alle Versicherer übernehmen automatisch die günstigere Rabattklasse des Vorgängers, sondern stufen bei Anbieterwechsel hoch. Eine angeforderte schriftliche Bestätigung beim bisherigen Anbieter mit der Bitte um Zusendung der aktuellen SF-Klassen-Einstufung an den Nachfolger kann wahre Wunder bewirken.

ÜBRIGENS:
Vor dem Hintergrund eines für den Laien nahezu unüberschaubar gewordenen Tarifdschungels sollten gleich mehrere Online-Vergleichsportale zu Rate gezogen werden, da nicht jeder Dienstleister im Netz über das identische Tarif- und Versicherer-Portfolio in seinem Datenbestand verfügt.

Sich Gedanken über eigenen Versicherungsbedarf machen!

Wenn es um die Frage nach Einsparpotentialen geht, ist letztlich auch die Frage maßgeblich, auf welchen Schutz der Einzelne im konkreten Fall besonderen Wert legt, und welche Leistung entbehrlich erscheint.

Grundsätzlich gilt: Wer ein Fahrzeug sein Eigen nennt, das seinem Lenker lieb und teuer ist, sollte zumindest ernsthaft über eine Teilkasko-Versicherung nachdenken – zumal wenn das Fahrzeug noch über einen gewissen Restwert verfügt. Gerade auch ältere Fahrzeuge werden von organisierten Diebesbanden gerne gestohlen, um sie ins Ausland, etwa Osteuropa oder Afrika zu transferieren und dort teurer wiederzuverkaufen. Und Kabelbrände stellen in Altfahrzeugen nicht notwendigerweise eine Seltenheit dar.

So kann Teilkasko im Einzelfall vor dem Hintergrund eines branchenüblichen Ersatzes des Zeitwertes auch dann sinnvoll erscheinen, wenn das Auto älter als acht Jahre ist. Zwar lohnt sich Teilkasko bei geringem Wiederverkaufswert nicht, dennoch zählt immer der konkrete Einzelfall und Vorlieben und Eigenheiten des Versicherten.

Wer etwa von bisswütigen Mardern des Öfteren heimgesucht wurde und sich schon mehrfach über entsprechende Kabelschäden im alten Pkw geärgert hat, wird besonders auf entsprechenden Versicherungsschutz Wert legen und eine Teilkasko in Erwägung ziehen, auch wenn sich sonstige Leistungen für das Fahrzeug mit geringen Restwert kaum lohnen.

Wer sein Fahrzeug mit einem Kredit finanziert, sollte dagegen eher eine Vollkasko-Versicherung in Anspruch nehmen, um nicht in einem finanziellen Desaster zu enden. Im Fall der Fälle kann er bei Totalschaden mit einer Vollkaskoversicherung den Kredit ablösen und ein neues Fahrzeug finanzieren.

Fazit

Die Frage, welcher Versicherungsschutz im betreffenden Fall der richtige ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Sie hängt von verschiedensten Faktoren ab und ist vom konkreten Fall abhängig. Versicherungsnehmer sollten sich zumindest stets die Frage stellen, was passieren würde, wenn es zu einem Unfall käme. Würde er mehr oder weniger zu einer beträchtlichen finanziellen Härte für den Betroffenen führen? Ist er mehr oder weniger auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen? Wie leicht und problemlos könnte er ein neues Fahrzeug finanzieren? Eines ist sicher: Derart grundlegende Fragen sollte sich der Fahrzeugbesitzer in regelmäßigem Turnus stellen, da Tarife, spezifische Lebenssituationen und letztlich das Alter des Kfz im ständigen Wandel begriffen sind.

Anders als die obligatorische Haftpflichtversicherung genießen Autofahrer bei Kaskoversicherungen die Option, Wahlfreiheit zwischen Vollkasko und den meist günstigeren Teilkasko-Tarifen zu haben – oder eben komplett auf eine Absicherung des eigenen Fahrzeugs zu verzichten. Doch wieviel Versicherung ist überhaupt sinnvoll? Die Übersicht klärt auf!

Bei den meisten Versicherungen ist im Schadensfall eine gewisse Eigenbeteiligung selbst zu entrichten. © stevepb / pixabay.com

Eine Teilkasko-Versicherung kommt für entstandene Schäden am eigenen Fahrzeug auf, sei es bei Sturm-, Brand- und Hagelschäden, Kurzschlüssen, Wildschäden oder Glasbruch. Aber auch, wenn ein Schaden durch Selbstverschulden verursacht, oder das Fahrzeug gestohlen wurde, zahlen grundsätzlich Teilkasko-Tarife.

Kaskoversicherung: Zahlen und Fakten!

Das Bedürfnis, sich zusätzlich zur verpflichtenden Haftpflicht auch vor Schäden am eigenen Fahrzeug abzusichern, liegt im Trend. So ist der Bestand an Verträgen in der Kfz-Teilkaskoversicherung in Deutschland seit 2010 jedes Jahr kontinuierlich gestiegen, von ursprünglich 17,5 auf 19,1 Millionen abgeschlossener Verträge im letzten Jahr. Der Trend lässt sich auch für die in der Regel teureren Vollkasko-Tarife bestätigen, hier ist eine Steigerungsrate von 25,8 auf 28, 2 Millionen Verträge in 2016 zu verzeichnen. Der Vollkasko-Bestand deutscher Versicherer lag demnach im letzten Jahr um rund 50 Prozent höher als der von Teilkasko-Tarifen.

Ein Grund für die Popularität von Vollkasko-Versicherungen liegt in dem erweiterten Leistungsumfang in einigen Teilbereichen gegenüber Teilkasko. So kommt zusätzlicher Schutz gerade gegen Vandalismus und mutwillige Beschädigung durch Dritte in Vollkasko-Modellen einem wachsenden Sicherheitsbedürfnis der Deutschen in den letzten Monaten und Jahren entgegen – vor dem Hintergrund steigender Kriminalität und gesellschaftlicher wie politischer Unsicherheiten. Auch häufen sich Fälle, bei denen Unfallverursacher im Schadensfall durch Privatinsolvenz nicht belangt werden können, was Teilkasko gleichermaßen nicht abdeckt.

Ein weiterer Grund mag dem Umstand geschuldet sein, dass die Zahl an Pkw-Neuzulassungen in den letzten drei Jahren bundesweit von 2,95 auf über 3,3 Millionen Fahrzeuge gestiegen ist. Denn gerade bei Neufahrzeugen lohnt sich der erweiterte Leistungsumfang und die damit verbundenen höheren Prämien einer Vollkasko-Versicherung, wäre doch der finanzielle Verlust bei Eigenverschulden, Fahrerflucht oder mutwilliger Beschädigung durch Dritte zu groß – Teilkasko kommt dafür ebenfalls nicht auf.

Vergleichen lohnt!

Und auch bei nur wenige Jahre alten Gebrauchtwagen kann der Schaden ähnlich hoch ausfallen wie bei einem Neufahrzeug. Dabei lohnt sich ein näherer Blick auf die jeweiligen Konditionen unbedingt, da die Prämien der Versicherer selbst bei gleichem Wagentyp, Alter und Schadensfreiheitsklasse nicht unerheblich voneinander abweichen können.

So kann ein lohnender Kfz-Tarif-Vergleich zu einer längeren Neuwertentschädigung bei Diebstahl oder Totalschaden führen, günstigstenfalls bis zu 24 Monaten. Sechs Monate sollten es in Basistarifen schon mindestens sein, einige Versicherer zahlen gar nur drei Monate. In einer Übersicht über beachtenswerte Details bei Versicherungsvergleichen weist etwa der Versicherer RV24 darauf hin, bei Komfort-Tarifen selbst bei Diebstahl eines fest eingebauten Navigationssystems oder Schäden durch Lawinen, Erdbeben und bei Fährüberfahrten aufzukommen.

Nicht selbstverständlich sind auch gewährte Rabatte bei

  • Einhaltung einer bestimmten jährlichen Fahrleistung
  • Garagennutzung
  • ausschließlicher Nutzung durch eine Person
  • Inanspruchnahme bestimmter, versierter Autowerkstätten im Schadensfall

In gleichem Maße trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn es um die Anerkennung der bisherigen Schadensfreiheitsklasse bei Versicherungswechsel des neuen Anbieters geht. Nicht alle Versicherer übernehmen automatisch die günstigere Rabattklasse des Vorgängers, sondern stufen bei Anbieterwechsel hoch. Eine angeforderte schriftliche Bestätigung beim bisherigen Anbieter mit der Bitte um Zusendung der aktuellen SF-Klassen-Einstufung an den Nachfolger kann wahre Wunder bewirken.

ÜBRIGENS:
Vor dem Hintergrund eines für den Laien nahezu unüberschaubar gewordenen Tarifdschungels sollten gleich mehrere Online-Vergleichsportale zu Rate gezogen werden, da nicht jeder Dienstleister im Netz über das identische Tarif- und Versicherer-Portfolio in seinem Datenbestand verfügt.

Sich Gedanken über eigenen Versicherungsbedarf machen!

Wenn es um die Frage nach Einsparpotentialen geht, ist letztlich auch die Frage maßgeblich, auf welchen Schutz der Einzelne im konkreten Fall besonderen Wert legt, und welche Leistung entbehrlich erscheint.

Grundsätzlich gilt: Wer ein Fahrzeug sein Eigen nennt, das seinem Lenker lieb und teuer ist, sollte zumindest ernsthaft über eine Teilkasko-Versicherung nachdenken – zumal wenn das Fahrzeug noch über einen gewissen Restwert verfügt. Gerade auch ältere Fahrzeuge werden von organisierten Diebesbanden gerne gestohlen, um sie ins Ausland, etwa Osteuropa oder Afrika zu transferieren und dort teurer wiederzuverkaufen. Und Kabelbrände stellen in Altfahrzeugen nicht notwendigerweise eine Seltenheit dar.

So kann Teilkasko im Einzelfall vor dem Hintergrund eines branchenüblichen Ersatzes des Zeitwertes auch dann sinnvoll erscheinen, wenn das Auto älter als acht Jahre ist. Zwar lohnt sich Teilkasko bei geringem Wiederverkaufswert nicht, dennoch zählt immer der konkrete Einzelfall und Vorlieben und Eigenheiten des Versicherten.

Wer etwa von bisswütigen Mardern des Öfteren heimgesucht wurde und sich schon mehrfach über entsprechende Kabelschäden im alten Pkw geärgert hat, wird besonders auf entsprechenden Versicherungsschutz Wert legen und eine Teilkasko in Erwägung ziehen, auch wenn sich sonstige Leistungen für das Fahrzeug mit geringen Restwert kaum lohnen.

Wer sein Fahrzeug mit einem Kredit finanziert, sollte dagegen eher eine Vollkasko-Versicherung in Anspruch nehmen, um nicht in einem finanziellen Desaster zu enden. Im Fall der Fälle kann er bei Totalschaden mit einer Vollkaskoversicherung den Kredit ablösen und ein neues Fahrzeug finanzieren.

Fazit

Die Frage, welcher Versicherungsschutz im betreffenden Fall der richtige ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Sie hängt von verschiedensten Faktoren ab und ist vom konkreten Fall abhängig. Versicherungsnehmer sollten sich zumindest stets die Frage stellen, was passieren würde, wenn es zu einem Unfall käme. Würde er mehr oder weniger zu einer beträchtlichen finanziellen Härte für den Betroffenen führen? Ist er mehr oder weniger auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen? Wie leicht und problemlos könnte er ein neues Fahrzeug finanzieren? Eines ist sicher: Derart grundlegende Fragen sollte sich der Fahrzeugbesitzer in regelmäßigem Turnus stellen, da Tarife, spezifische Lebenssituationen und letztlich das Alter des Kfz im ständigen Wandel begriffen sind.