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Motorrad Inspektion – 3 Millionen Zweiräder wollen auch gewartet werden

In Deutschland waren Anfang 2010 3.76 Millionen Motorräder zugelassen. Deutsche Behörden sprechen von den sogenannten Krafträdern (Kurzform: Krad), da es auch noch andere Arten von Zweirädern gibt:

  • Mofas (Motorfahrrad),
  • das Moped (Motorpedalfahrzeug) und
  • Mokicks (Kleinräder mit Kickstartung).

Man bezeichnet diese allgemein als Leichtkrafträder. Es sind niedrig motorisierte Zweiräder mit einer geringen Motorleistung ab 1 kW (1.4 PS) bis 11 kW (15 PS). Mit einem Höchstwert des Hubraums von 125 ccm darf man sie mit einer Führerscheinklasse A1 bzw. M fahren. Eine weitere Ausnahme ist für Jugendliche, die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, dass sie nicht über 80 km/h fahren dürfen (Klasse M nur bis 45 km/h und 50 ccm).

Motorrad Inspektion

Die Motorrad Inspektion unterscheidet sich von der Inspektion eines Autos. Dennoch - beide müssen regelmäßig durchgeführt werden. © Katharina Scherer / pixelio.de

Als normales Motorrad bezeichnet man Zweiradklassen die einen größeren Motorblock haben. Standard ist ein Viertakter, seltener ein Zweitakt-Ottomotor. Zweitaktmotoren werden wegen mangelhafter Ergebnisse bei Geräusch- und Abgasregelung selten benutzt. Auch die Motorrad Inspektion für diesen Typ hat seine Tücken, da Motorräder allgemein öfter zur Wartung in die Werkstatt müssen.
Man darf hochmotorisierte Maschinen nur mit eigenständiger Führerscheinklasse fahren.

Regelung hier:
Erst zwei Jahre nach Erteilung des Führerscheins darf mit einer Leistung von mehr als 25 kW gefahren werden. Davor ist man auch mit einem Leergewicht von nicht mehr als 0.16 kW/kg eingeschränkt. Es sei denn, man hat die Fahrerlaubnis im 26. Lebensjahr vollendet.

Motorrad Inspektion – Wartungsplan und Kostenaufstellung

Die Motorrad Inspektion ist eine Klasse für sich. Aufbau des Motorblocks und sämtliche Eigenschaften des Verschleißes unterscheiden sich stark von dem eines Autos – auch in der Wartung und Inspektion. Sämtliche Befestigung aller Muttern und Schrauben des Fahrgestells, der Motor- und Radbefestigungen auf Anzugsdrehmomente sind zu prüfen.
Auf gleiche Weise unterscheiden sich die Motorrad Inspektionskosten von denen der mehrspurigen Fahrzeuge. Die Kosten für eine große Inspektion beinhaltet (gleichermaßen auch für die Roller Inspektion und Kosten):

für den Motor:

  • Befestigung des Vergasers prüfen
  • Leerlaufkontrolle checken
  • Vergaser justieren
  • Gaszug einstellen
  • Ölzufuhrleitung auf Dichtheit prüfen
  • Pumpenfunktion prüfen (gegebenenfalls entlüften)

eine Sichtkontrolle:

  • des Zylinderkopfs
  • der Zylinder
  • der Kolben (Kolbenringe synchronisieren)

das Getriebe:

  • auf Ölverlust prüfen
  • den Ölstand prüfen und aufstocken
  • circa alle 12.000 km Öl wechseln

die Zündkerzen:

  • die Ablagerungen entfernen
  • den Elektrodenabstand kontrollieren
  • die Zündkerzen eventuell wechseln

für die Lenkung:

  • die Freigängikeit und das Spiel des Lenkkopflagers prüfen, eventuell auf den Hauptständer stellen
  • einmal im Jahr den Lenkkopflager justieren (bei extremen Einsatz des Öfteren einfetten
  • und gegebenefalls das Lenkkopflager austauschen

für die Bremsanlage:

  • vorne und hinten Sichtprüfung auf mechanische Beschädigungen
  • Bremsbelagstärke prüfen
  • Funktion prüfen und Bremswirkung testen
  • wenn vorhanden den Seilzug einstellen
  • die Bremshebelgelenke einfetten
  • den Bremsflüssigkeitsstand prüfen
  • den Zustand und Dichtigkeit aller Leitungen, Schläuche und Anschlüsse sichten
  • die Bremsschläuche circa alle 3 Jahre erneuern
  • die Bremszylinder auf Gangbarkeit prüfen

für die Kupplung:

  • die Kupplungshebelgelenke einfetten
  • die Dichte aller Leitungen, Schläuche und Anschlüsse prüfen
  • gegebenenfalls denSeilzug einstellen (wenn vorhanden)

für die Räder und Reifen

  • Radlager und Freigängigkeit auf Spiel kontrollieren
  • den Reifenluftdruck und Profil vorne und hinten checken

für die Kraftstoffleitung:

  • Zufuhr und Unterdruckleitungen prüfen und
  • poröse oder rissige Leitungen ersetzen

für die Luftfilter:

  • die Schaumstoff-Elemente ausblasen
  • bei starker Verschmutzung ersetzen

das Getriebe:

  • auf Ölverlust prüfen
  • den Ölstand aufstocken
  • jährlich das Öl wechseln

für die Batterie:

  • Flüssigkeitsstand prüfen (eventuell destilliertes Wasser eingießen)
  • Korrosion an den Polen beseitigen Pole einfetten

Motorrad Inspektion schließt mit einer Testfahrt

Ist die Motorrad Inspektion durchgeführt, wird eine Probefahrt durchgeführt. Das Augenmerk liegt auf Fahrstabilität und Bremswirkung. Ebenso wird der Motorlauf begutachtet. Speziell die Gasannahme wird berücksichtigt. Des Weiteren erfolgt ein Test der Lichtanlage, Hupe und des Notstopps.

UNSER TIPP:
Fahranfängern ist zu empfehlen, solche Instandhaltungsmaßnahmen in einer Mechanikerwerkstatt durchzuführen. Es ist empfehlenswert, sich ausgiebig beraten zu lassen. Damit man mehr über Bestandteile des eigenen Motorrads oder Rollers erfährt, sollte man dem Mechaniker auch einmal über die Schulter schauen. Folglich kann man dann einige Wartungsarbeiten, die regelmäßig anfallen, ab und an selbst durchzuführen. Große Inspektionen sollten trotzdem in einer Fachwerkstatt stattfinden.

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Eine Antwort zu "Motorrad Inspektion – 3 Millionen Zweiräder wollen auch gewartet werden"
  • David 2. April 2012 um 00:00

    Interessanter Post.Ich habe einige schöne Denkanstoesse gekriegt. Warte auf weitere Beiträge.