Sie sind Helfer in der Not, sobald das Fahrzeug mal wieder unerklärliche Probleme bereitet, die es zu lösen gilt: Kfz-Meister! Dabei gehört nicht nur die Reparatur von Fahrzeugen zu ihrem Aufgabenbereich, sondern zum Beispiel auch die betriebliche Kostenkalkulation oder Kundenbetreuung. Der Beruf des Kfz-Meisters meint in der korrekten Berufsbezeichnung, den Kraftfahrzeugtechnikermeister. Als Grundvoraussetzung, um die Kfz-Meister-Ausbildung antreten zu können, ist eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker oder eine Ausbildung als Zweiradmechaniker vorzuweisen. Ausgebildete Kfz-Meister können sowohl in Kfz-Meisterbetrieben als auch in freien Kfz-Werkstätten arbeiten oder sich mit der Eröffnung eines eigenen Kfz-Betriebs selbstständig machen. Damit sind die Möglichkeiten eines Kfz-Meister allerdings noch nicht ausgeschöpft. Erfahren Sie im folgenden Artikel, was der Meisterabschluss bringen kann und welche Varianten danach zur Verfügung stehen – und finden Sie Kfz-Profis gleich hier auf Auto-Werkstatt.de!
Die Aufgabenbereiche eines Kfz-Meisters
Die Aufgabenbereiche eines Kfz-Mechaniker-Meisters werden aus der Erstausbildung vertieft. Nach Beendigung der Kfz-Meister-Ausbildung müssen folgende Aufgabenbereiche abgedeckt und beherrscht werden:
- Reparatur von Fahrzeugen, sowie Aus- und Umrüstung verschiedener Zusatzeinrichtungen
- Planung und Entwicklung von technischen Lösungen, sowie deren Berechnung und Gestaltung
- Kundenberatung, speziell über Fehlerdiagnose und Umfangseinschätzung der Reparatur
- Erstellung von Schaltplänen oder technischen Zeichnungen mit Hilfe von Computerprogrammen
- Abwicklung von Finanzen sowie die Erstellung eines Jahresabschlusses
- Organisation von Terminen
- Mitarbeiterführung und -betreuung sowie Maßnahmen zur Weiterbildung organisieren oder durchführen
Eine Spezialisierung auf verschiedene Aufgabenbereiche ist je nach Betriebsgröße möglich. Kfz-Meister können sich auch auf die Betreuung der Nachwuchs-Fachkräfte spezialisieren.
Finanzierung durch Meister-BAföG
Die Kfz-Meister-Kosten werden meist von den Betrieben selbst finanziert. Sofern dies nicht der Fall ist, kann ein Antrag auf Förderung durch das Meister-BAföG gestellt werden. Dieses beschränkt sich grundsätzlich keiner Altersgrenze und wird bis zu 24 Monate für eine Vollzeitausbildung gewährt (bei Teilzeitausbildung bis zu 48 Monate). Dabei ist in besonderen Härtefällen eine einmalige Verlängerung von 12 Monaten möglich. Jedoch geschieht die Förderung durch das Meister-BAföG auf Darlehensgrundlage. Dieses muss in jedem Falle zur Hälfte zurückgezahlt werden. Die Förderungshöhe des Meister-BAföG hängt grundsätzlich von verschiedenen Faktoren ab, die das Einkommen des Auszubildenden betreffen. Der Höchstsatz für einen alleinstehenden, kinderlosen Auszubildenden liegt derzeit bei 697 Euro.
Der betreffende Antrag wird hierfür bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung gestellt. Dabei ist es wichtig regelmäßige Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme der Meisterausbildung vorzulegen, um weiterhin finanzielle Unterstützung erhalten zu können.