, die in der Regel aus Polyglykol-verbindungen besteht. Sie übernimmt eine wichtige Rolle beim Bremsvorgang, da sie die Pedalkraft auf den Radbremszylinder überträgt. Damit diese Funktion erfüllt werden kann, ist Bremsflüssigkeit nahezu inkompressibel (sie bleibt also unter Druck volumenbeständig) und hygroskopisch: Das heißt, sie nimmt Wasser auf, welches durch Manschetten und Bremsschläuche in das Bremssystem diffundieren kann. Somit wird verhindert, dass Wassertropfen im Winter gefrieren oder zu Korrosion führen und somit dem Bremssystem schaden kann. Durch abgenutzte Bremsklötze und andere Verschleißerscheinungen kann es durchaus passieren, dass der Füllstand sinkt und Sie Bremsflüssigkeit nachfüllen lassen müssen.
Wann sollten Sie Bremsflüssigkeit nachfüllen?
Bremsflüssigkeit sollte aufgrund ihrer hygroskopischen Eigenschaft bei Lkw, Pkw und Motorrädern alle zwei bis drei Jahre gewechselt werden – auch wenn das Fahrzeug nur selten genutzt wird. Für das Auffüllen gelten hingegen keine Richtwerte, da ein Verlust von Bremsflüssigkeit in den meisten Fällen auf einen Defekt im Bremssystem hindeutet. Dennoch können und sollten Sie den Stand der Flüssigkeit regelmäßig selber überprüfen.
Der Behälter für die Bremsflüssigkeit ist normalerweise klein und grau und im oberen Bereich des Motorraums auf der Fahrerseite zu finden. Je nach Alter des Fahrzeugs kann der Stand der Flüssigkeit von außen oder mit einem Messstab abgelesen werden. Wird die Minimal-Markierung erreicht oder unterschritten, sollten Sie dringend Bremsflüssigkeit nachfüllen.
Bremsflüssigkeit nachfüllen: Was muss dabei beachtet werden?
Zunächst einmal sollten Sie als Laie auf keinen Fall selbstständig die Bremsflüssigkeit nachfüllen. Geht Flüssigkeit verloren, sollten Sie Ihren Wagen schnellstmöglich in eine Werkstatt bringen und die Ursache für den Verlust klären lassen, um weiterhin Ihre Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten!
Bremsflüssigkeitsbehälter verfügen nicht nur über eine Markierung für ein Minimum, sondern auch über eine für ein Maximum. Während Ersteres nicht unterschritten werden darf, darf die Bremsflüssigkeit beim Nachfüllen das Maximum nicht überschreiten.Bremsflüssigkeiten werden nach verschiedenen Spezifikationen hergestellt. Die Produkte mit DOT 3- und DOT 4-Kennung (auf Glykolbasis) können beim Auffüllen der Bremsflüssigkeit theoretisch miteinander vermischt werden, was allerdings nicht zu empfehlen ist, da DOT 4 aggressiver ist und die Gummidichtungen eines auf DOT 3 ausgelegten Systems schädigen kann. DOT 5-Bremsflüssigkeit (auf Silikonbasis) darf mit keiner Bremsflüssigkeit eines anderen Typen gemischt werden. Generell ist bei DOT 5 darauf zu achten, dass nur bestimmte Fahrzeugtypen auf Bremsflüssigkeit dieser Spezifikation ausgelegt sind.